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Monatsabschluss

Der Monatsabschluss ist ein wesentlicher Bestandteil der Finanzbuchhaltung und zählt wie Quartals- oder Halbjahresabschlüsse zu den Zwischenberichten und ist somit eine Unterform des Jahresabschlusses. Der Monatsabschluss bietet für Unternehmen eine Übersicht über die aktuelle finanzielle Lage. Für den Jahresabschluss kann auf die monatlich erstellten Dokumente zurückgegriffen und der Prozess so erleichtert werden. Durch den Monatsabschluss werden etwaige Fehler rechtzeitig erkannt und Unternehmen können adäquat auf diese reagieren. 

Im Gegensatz zum Jahresabschluss ist der Monatsabschluss gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die Pflicht zur Zwischenberichterstattung umfasst in der Regel nur einen Halbjahresabschluss als Ergänzung zum Jahresabschluss.

Bestandteile des Monatsabschlusses

Ein Monatsabschluss umfasst grundsätzlich verschiedene Finanzinformationen und Berichte, die einen umfassenden Überblick über die finanzielle Situation eines Unternehmens bieten.
Die konkreten Bestandteile des Monatsabschlusses können je nach Unternehmen und Branche variieren.
Grundsätzlich umfasst der Monatsabschluss:

  • Bilanz
  • Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)
  • Cashflow-Statement
  • Anhang

Je nach den spezifischen Anforderungen des Unternehmens können auch weitere Berichte und Analysen Teil des Monatsabschlusses sein.

Wie wird der Monatsabschluss erstellt?

Schritt 1:
Unterlagen prüfen: Sicherstellen, dass alle relevanten Belege vollständig vorliegen

Schritt 2:
Geschäftsvorfälle abgrenzen: Einnahmen und Ausgaben dem richtigen Monat zuordnen, Rückstellungen und Abgrenzungen berücksichtigen.

Schritt 3:
GuV erstellen: Erträge und Kosten erfassen, um den monatlichen Gewinn oder Verlust zu ermitteln.

Schritt 4:
Umsatzsteuer berechnen: Umsätze korrekt erfassen, Vorsteuerabzüge und steuerliche Vorschriften beachten.

Schritt 5:
Monatsbilanz aufstellen: Vermögenswerte, Schulden und Eigenkapital erfassen, mit Vorperioden vergleichen und Abweichungen analysieren.