Lexikon

Saisonarbeit

Saisonarbeit bezeichnet eine Form der befristeten Beschäftigung, die an eine bestimmte Jahreszeit oder Saison gebunden ist. Sie kommt vor allem in Branchen vor, in denen der Arbeitsaufwand stark von der Jahreszeit oder bestimmten Ereignissen abhängt. Das kann z. B. in der Landwirtschaft, Gastronomie oder Tourismusbranche der Fall sein. Sie dient dazu, Personalengpässe in arbeitsintensiven Zeiten zu überbrücken und ist meist zeitlich befristet. Häufig werden dafür auch ausländische Arbeitskräfte eingesetzt, die für die Dauer der Saison beschäftigt werden.

Gesetzliche Regelungen

Saisonarbeit unterliegt in Deutschland bestimmten gesetzlichen Vorgaben. 

Für Saisonkräfte besteht i. d. R. keine Sozialversicherungspflicht, sie erhalten aber den gesetzlichen Mindestlohn und haben einen Anspruch auf Urlaub. 

Für Saisonarbeit gilt: Arbeitnehmer dürfen bei einer Fünftagewoche die Tätigkeit nicht länger als drei Monate ausüben. Wird die Arbeit an weniger als fünf Tagen in der Woche verrichtet, ist die Saisonarbeit auf 70 Arbeitstage begrenzt. Beträgt der Verdienst mehr als 556 Euro im Monat, muss sichergestellt sein, dass die Tätigkeit nicht berufsmäßig zur Sicherung des Lebensunterhalts ausgeübt wird.

Arbeitgeber sind zudem verpflichtet, Saisonbeschäftigte ordnungsgemäß anzumelden und die Arbeitszeiten zu dokumentieren, um die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften sicherzustellen.

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Vorteile auf einen Blick

Die Saisonarbeit bietet verschiedene Vorteile, die sie besonders für bestimmte Personengruppen und Lebenssituationen attraktiv machen:

  • Schneller Zugang zu Arbeit ohne lange Bewerbung
  • Gut für Schüler, Studierende oder Personen, die nur befristet arbeiten möchten
  • Möglichkeit, neue Erfahrungen zu sammeln oder Reise und Arbeit zu verbinden